Sonderausstellung zum Thema Gleichstrom vom Forschungscampus FEN in der Energeticon

07.05.2018
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In einer kleinen Sonderausstellung zeigt der Forschungscampus FEN vom RWTH-Campus Melaten auf, warum der sukzessive Umstieg von einer Wechsel- zu einer Gleichstromversorgung im Zuge der fortschreitenden Versorgung mit regenerativ erzeugtem Strom nötig sein wird und wie dieser praktisch aussehen könnte. Die Ausstellung findet vom 4. Mai bis 31. Juli 2018 im Energeticon in Alsdorf statt und wird vom BMBF geförderten Forschungscampus FEN ausgerichtet. Die Sonderausstellung kann ohne zusätzliche Ein-trittskosten besichtigt werden.
In der Ausstellung wird den Besuchern das Thema Gleichstrom in Form von verschiedenen analogen und digitalen Formaten verständlich erklärt. Ein Comic und Video zeigen anschaulich die Geschichte des Gleichstroms und dessen Bedeutung im Rahmen der Energiewende. Ein Mitmachobjekt ver-deutlicht den Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom und regt die Besucher zur eigenen Beteiligung an. Mit einem Computerspiel können die Besucher eine Energielandschaft mit Erneuer-baren Energien und Gleichstromnetzen interaktiv erforschen und gestalten. Der hierzu eingesetzte Touchscreen ist intuitiv bedienbar und wird durch die freundliche Unterstützung der Trianel GmbH zur Verfügung gestellt. Ebenfalls Teil der Ausstellung ist eine freiwillige Befragung der Besucher, die für die wissenschaftliche Arbeit im Forschungscampus FEN genutzt und von der Partnerprofessur für Textlinguistik und Technikkommunikation der RWTH Aachen durchgeführt wird.
Ziel der Ausstellung ist es, das Verständnis für Gleichstrom und dessen Forschungsrelevanz zu erhö-hen, denn er rückt im Zuge der Energiewende immer stärker in den Fokus. Gleichstrom vereinfacht eine Reihe von Aufgaben, die mit Wechselstrom, der im bisherigen System verwendet wird, nur mit zusätzlichem Aufwand erreichbar sind. Dazu gehört zum Beispiel die Kopplung von Verteilungsnet-zen oder die Versorgung von Schnellladepunkten für Elektrofahrzeuge. Im Gegensatz zu Wechsel-stromnetzen eignen sich Gleichstromnetze unter den Anforderungen der Energiewende auch für den erforderlichen flexiblen, bidirektionalen Energiefluss zwischen den Erzeugern und Verbrau-chern, da sie deutlich unempfindlicher reagieren, wenn an vielen Punkten gleichzeitig Energie eingespeist wird, und sie einfacher zu steuern sind.