SUSTAIN 2 Projektbeginn

31.05.2019
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Der Gebäudesektor bietet großes Potential zur Reduktion an Treibhausgasemissionen, sowohl durch Effizienzmaßnahmen als auch durch die erhöhte Einbindung erneuerbarer Energien. Um eine bessere Kopplung des Strom- und Wärmesektors zu erreichen, ist ein höheres Systemverständnis notwendig, welches durch intelligente Mess- und Regelungssysteme erreicht werden kann. Hierbei genügt allerdings nicht die Fokussierung auf einzelne Haushalte und Gebäude. Größere Potentiale zur Reduktion können erst durch eine ganzheitliche Betrachtung des Strom- und Wärmesektors auf Quartiersebene erreicht werden. Kommunen und Gemeinden obliegt hier eine Vorreiterrolle, um auf lokaler Ebene Energieeffizienz und Klimaschutzziele voranzutreiben. Ein Schlüsselelement zur Erreichung dieser Ziele und der erfolgreichen Umsetzung und Bewertung von Maßnahmen ist eine genaue Kenntnis des Energieverbrauchsverhalten der Liegenschaften und einzelner Gebäude in den Liegenschaften. Jedoch stehen die Energieverbrauchswerte für einzelne Gebäude den Kommunen oft nur in einer niedrigen zeitlichen Auflösung (z. B. jährliche Ablesungen der Zähler) zur Verfügung. Cloud-Systeme in Kombination mit intelligenten Messsystemen können einen Beitrag zu besserem Systemverständnis und zur Identifikation von Einsparpotenzialen leisten. Es existieren bereits Cloud-Systeme, welche unterschiedliche Lösungen für die Erfassung, Übermittlung und Auswertung von Messdaten anbieten. Die fehlenden Erfahrungen und die dadurch entstehenden finanziellen Unsicherheiten hemmen Städte und Kommunen in Cloud-Systeme zur Erfassung und Auswertung von Energieverbrauchsdaten zu investieren. Deshalb ist es Ziel von SUSTAIN, Phase 2, durch einen breit angelegten Feldtest von Cloud-Systemen den finanziellen und energetischen Mehrwert dieser Systeme zu demonstrieren, um damit für die Gebäudebesitzer und Gebäudebetreiber die Wirtschaftlichkeit dieser Systeme zu demonstrieren. Projektpartner in diesem Vorhaben sind die Stadt Bottrop, Emscher Lippe Energie GmbH und die E.ON Energy Systems Solutions GmbH. Wir danken für die finanzielle Unterstützung durch das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Fördernummer 03ET1629A.